LEX-Projekt des Vereins Kinder Rheumastiftung
Bewegungsschulung für rheumakranke Kinder
Rheuma bei Kindern - dieses Krankheitsbild ist nach wie vor noch nicht ausreichend erforscht. So gibt es zwar Bewegungsanleitungen, jedoch keine umfassenden Konzepte, geschweige denn passende Hilfsmittel.
Das in Garmisch-Partenkirchen beheimatete Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie hat sich schon vor Jahren dieses Problems angenommen und versucht hier Abhilfe zu schaffen. Für die durch starke Gelenkschmerzen in ihren Bewegungen eingeschränkten Kinder haben sie in ihrem neuesten Projekt das Konzept eines sogenannten Fun-Game-Relax-Fitness Parks entwickelt. Es spricht vor allem ältere Kinder und Jugendliche an. Der Park besteht aus Sportgeräten, die an die speziellen Einschränkungen der erkrankten Kinder angepaßt sind und die die Spiel- und Bewegungsfreude der Kinder nutzen und weiter entwickeln.
Das Konzept wurde erarbeitet von Experten aus Medizin, Sportwissenschaft, Landschaftsarchitektur, Design und Spielplatzbau sowie mit jungen Rheumatikern.
Das vielversprechende Projekt soll in Garmisch errichtet werden. Doch dazu fehlt das nötige Kapital. Der diesjährige LEX-Spendenlauf setzt dort an.
„Im letzten Jahr haben wir bei unserem deutschlandweiten LEX-Spendenlauf 30.000,- Euro gesammelt. Wir gehen davon aus, dass wir diese Summe in 2009 übertreffen und wollen damit den Startschuß für das Bewegungsprojekt der Kinder Rheumastiftung geben,“ so Verena Johannsen, die Koordinatorin des LEX-Zusammenschlusses. „Gerade wir als Läufer wissen wie schlimm es ist, wenn man sich nicht bewegen kann. Somit ist dies Projekt geradezu passend für uns.“
Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem Pilotprojekt sollen auch anderen Kliniken und weiteren Standorten zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck wird ein Handbuch entstehen, welches die jeweiligen Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Kliniken berücksichtigt.
Ein bis dato einmaliges Projekt, das wegweisend im Bereich „Rheuma und Sport“ sein wird, sowie betroffenen Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten der ansonsten eingeschränkten Bewegung erschließt.
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